IIm Jahre 1924 wurde in Düsseldorf-Itter die St. Hubertus Bruderschaft gegründet, jedoch bedeutete der Ausbruch des zweiten Weltkrieges das vorläufige Ende. 1953 ließen beherzte Männer den Schützengeist in Itter wieder aufblühen.

Im Oktober 1953 fand eine erste Zusammenkunft statt und die Gründung einer Kompanie wurde beschlossen. Damit war die Geburtsstunde der Jungschütz-Kompanie, später Wildschütz-Kompanie, gegeben. Von den einstigen Gründungsmitgliedern lebt heute leider niemand mehr. Unser noch lebender Fahnenpate Franz-Josef-Beumer ist ebenfalls ein Mann der ersten Stunde.

Im August 1954, neun Jahre nach Kriegsende, sammelten sich die traditionsbeladenen Schützenbrüder um ihre Kirche, um das alte Brauchtum (Schützenfest) in diesem idyllischen Dörfchen wieder erstehen zu lassen. Es gab viel Freude bei den Aktiven und bei den Zuschauern, denn jeder wollte teilhaben an dem schönen, volkstümlichen Fest. Klaus Stadtfeld wurde zum Hauptmann gewählt und konnte dem Hauptverein und der Itterer Bevölkerung eine stattliche Kompanie vorstellen. Neue Uniformen wurden schon im ersten Jahr angeschafft. Unser Hauptmann Klaus Stadtfeld brachte noch fertig, im gleichen Jahr die Prinzenwürde zu erringen.

Ein Jahr später im Jahre 1955 hatten wir wieder großes Glück die Prinzenwürde durch unseren Kameraden Franz-Josef Klein zu erringen. Im gleichen Jahr stiftete unser Mitglied Willi Hackenbroich eine als Wanderpokal gedachte Trophäe für die Kompaniekönige. Der Prinz des Jahres 1956 war wiederum ein Mitglied unserer Kompanie und zwar Franz-Josef Beumer. Die finanziellen Verhältnisse hatten sich so günstig entwickelt, dass der Gedanke auftrat, eine eigene Fahne anzuschaffen. Wenn Schützen marschieren und feiern, muss eine Fahne dabei sein als Sinnbild der Gemeinschaft und Freude. Dieser Gedanke wurde auch in die Tat umgesetzt, Dank der guten Hilfe unseres Pfarrers Heinrich Dörr. Die Fahne wurde von der Künstlerin Frau Badenheuer aus Essen entworfen und in Handarbeit hergestellt. Zum Schützenfest 1956 wurde sie im Fest- Gottesdienst im Beisein der Paten Frau Cremer und Herrn Weymann von Pfarrer Dörr geweiht.
- Damit war ein Höhepunkt im Leben der Kompanie erreicht - mit dieserNeuen Fahne erhielten wir den Namen " Wildschütz-Kompanie".

Es folgten Jahre des Niedergangs, die unser Vereinsleben stark beeinträchtigten. Ein eiserner Stamm hielt jedoch treu und brav zur Fahne und diesem Stamm verdanken wir es, dass unsere Kompanie wieder neu erblühte. Gottfried Stoffel übernahm die Geschicke unserer Kompanie. Es gesellten sich neue Mitglieder zu unserem alten Stamm und unter der Führung des neu gewählten Hauptmannes ging es mit gewohntem Eifer wieder an´s Werk.
Unser Hauptmann Gottfried Stoffel errang zum Schützenfest 1957 die Prinzenwürde. Zum Schützenfest 1958 trat unsere Kompanie wieder im alten Glanz, aber in neuen Uniformen an die Öffentlichkeit. Unser Mitglied Willi Ohmen errang die Prinzenwürde dieses Jahres.

Als 1959 unser Kamerad Heiner Görgen die Platte des Prinzenvogels herunter holte, war die Freude in unserer Kompanie wieder sehr groß. Die Prinzenwürde wurde im Jahre 1960 / 1961 von unserem Kameraden Franz Schmitz errungen. Diese Regentschaft dauerte 2 Jahre, da 1961 das Schützenfest der herrschenden Kinderlähmung zum Opfer fiel. Unser Schützenkönig der Bruderschaft, Josef Bochem, stiftete dem Regiment einen Wanderpokal. Er soll alljährlich von den einzelnen Kompanien des Regimentes ausgeschossen werden. Im Jahre 1961 errang unsere Kompanie diese begehrte Trophäe zum ersten Mal. Von unseren Damen erhielten wir im selben Jahr ein Blumenhorn, das alljährlich im Festzug mitgeführt wird.

1962 konnten wir leider mit einer geschwächten Mannschaft den Pokal nicht verteidigen. In diesem Jahr errang Johannes Burgatz für unsere Kompanie die Prinzenwürde. Im selben Jahr stellten die Wildschützen ein Klompenkönigspaar, und zwar Margot Görgen und Friedel Sobina.

Am1.Juni 1963 feierten wir unser 10 jähriges Stiftungsfest in Himmelgeist im Hause Bärenkamp. Zur Unterhaltung und zum Tanz spielte die Kapelle Mindergan sowie das Tamboucorps "blüh auf" Neuss Üdesheim. Die Festrede hielt Dr. Esser.

1964 errang Horst-Peter Schäfer erneut für die Wildschütz-Kompanie die Prinzenwürde. Franz Schmitz und Hilde Homann waren 1966 das Klompenkönigspaar der Bruderschaft.



// Chronik wurde erstellt von Friedel Sobina und ergänzt durch Michael Breitmar | 1953-2018

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